Der Wirtschaftsethiker Peter Ulrich hat vor Jahren den Begriff der «lebensdienlichen Ökonomie» geprägt. Das ökonomische Handeln des Menschen hat keinen Selbstzweck und folgt keinen inhärenten Gesetzmässigkeiten, sondern dient immer der Erfüllung von Zielen, die Einzelne oder Gruppen für sich selbst oder andere setzen. Heute kann man jedoch leicht den Eindruck gewinnen, „die“ Wirtschaft existiere als eigenständige Grösse mit eigenen Erwartungen und Bedürfnissen; und mehr noch, die Menschen wären für die Wirtschaft da und nicht umgekehrt.
Wir reden von „der“ Wirtschaft, als hätten die Menschen die Bedürfnisse der Wirtschaft zu erfüllen, ihr zu „dienen“. Wirtschaftsethisch gesehen kann es aber nur darum gehen, dass alle Normen, Gesetze und Regeln sowie alle von Menschen geschaffenen Systeme, Organisationen und Institutionen im letzten den einen Hauptzweck haben, nämlich das Leben des Menschen gelingen zu lassen.
Audio-Beitrag in der kirchlichen Sendung "Unterwegs":
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Christlich unterwegs in der Wirtschaftswelt.
Mittwoch, 9. September, 19.30 Uhr im Kirchenzentrum St. Konrad, Schaffhausen
Christlich unterwegs in der Wirtschaftswelt.
Mittwoch, 9. September, 19.30 Uhr im Kirchenzentrum St. Konrad, Schaffhausen
